Werkstatt 1: Personas & Ruhestandsgeschichten

In der ersten Phase des Projektes konnten die TeilnehmerInnen durch die Selbstaufschreibung mit Cultural Probes gemeinsam mit uns ihren eigenen Ruhestandsalltag erforschen. Die Wünsche der TeilnehmerInnen, ihr Umgang mit Technologie, die Gestaltung ihres Alltags und ihre spezifischen Rahmenbedingungen dabei dienten uns als Basis für die Konstruktion von Personas und Ruhestandsgeschichten für den weiteren Projektverlauf.

Wir entwickelten die Personas Ursula, Marion, Klaus und Christiane. Neben individuellen Lebensläufen und der aktuellen Gestaltung ihres Ruhestands verkörpern sie auch Diversity-Aspekte. Außer Geschlecht und Alter bringen sie Armut im Alter, körperliche Einschränkungen sowie geringe Vertrautheit und fehlende Ausstattung mit Technik als Herausforderungen in die Technikentwicklung mit ein.

In den Aufzeichnungen und Gesprächen darüber ließen sich auch Schwierigkeiten im Alltag identifizieren. Zum Teil betrafen sie vorübergehende Situationen oder kurze Momente. Andere stellten grundlegende Lebenslagen dar, z.B. bestand der Wunsch, neue Bekanntschaften zu finden. Um diese Wünsche und Schwierigkeiten herum wurden sogenannte Ruhestandsgeschichten entwickelt.

In Werkstatt 1 wurden diese Geschichten erzählt und mit einer Sequenz von Bildern (Storyboard) illustriert. Während das gewünschte Ziel wie „neue Bekannte finden“ oder „Haus während des Urlaubs hüten lassen“ fest stand, lag das Problem und die Lücke der Erzählung bei der Frage, wie das Ziel erreicht werden könnte. Die TeilnehmerInnen der Werkstatt diskutierten ihre eigenen Lösungsstrategien oder überlegten sich, welche neuen Wege die jeweilige Persona beschreiten könnte.